Mobbing

 

 

Unsere bewährten Interventionsspezialitäten

 

MOBBINGINTERVENTION AM ARBEITSPLATZ

Mobbing kann in jedem Unternehmen, in jeder Organisation auftreten. Ursachen dafür liegen nicht allein bei ungelösten Konflikten zwischen beteiligten Personen, sondern können auch systemische und organisationale Aspekte beinhalten. Dabei ist Mobbing eine inakzeptable Situation und muss gestoppt werden. Um das möglichst erfolgreich und wirksam tun zu können, gehören die Auseinandersetzungen mit der Thematik und eine ausreichende Vorbereitung zu den Aufgaben eines jeden Vorgesetzten.
Mit dem Shared Responsibility Approach existiert eine erprobte Methode, akutes Mobbing am Arbeitsplatz schnell und wirksam zu bekämpfen, indem konsequent auf Lösungsorientierung statt auf Schuldzuweisung gesetzt wird.

 

BULLYINGINTERVENTION IN DER SCHULE

Direkte, multimethodische Unterstützung und Beratung vor Ort bei (Cyber-) Bullyingsituationen in Schul- und Ausbildungsklassen aller Stufen und bei Mobbingsituationen in Lehrerkollegien, Teams, Elternräten oder Schulbehörden. Dabei arbeiten wir zum Beispiel mit dem bewährten No Blame Approach NBA nach Maines/ Robinson, der ermöglicht, Bullying unter Kindern und Jugendlichen erfolgreich zu stoppen und konstruktiv anzugehen.

 

COACHING VON INTERNEM FACHPERSONAL

In manchen Unternehmen, Institutionen und Schulen existieren interne psychologische, soziale oder sozialpädagogische Fachpersonen, die sich auch heiklen Situationen wie Mobbing/ Bullying annehmen und intervenieren. Wir unterstützen Sie gerne bei der eigenen Intervention in Mobbingsituationen mit unserem Fachwissen und unserer Erfahrung im Rahmen von gezielten Coachings nach Bedarf.

 

 

Was ist Mobbing/ Bullying?

Der Begriff Mobbing wird heute manchmal leichtfertig verwendet und das Phänomen verharmlost. Der Begriff Mobbing stammt von engl. to mob (schikanieren, angreifen, bedrängen, belagern). Findet Mobbing unter Kindern und Jugendlichen im Schulalter statt, wird oft auch von Bullying gesprochen (engl. to bully: quälen, drangsalieren, tyrannisieren, einschüchtern, nötigen).
Folgen von Mobbing verursachen in Betrieben nachweislich hohe Kosten durch Fehlzeiten, Fluktuation, Arbeitsgerichtsprozesse und geringere Leistung von Gemobbten. Die Folgen von Mobbing sind für alle Beteiligten auch langfristig erheblich und können zu Kriminalität und sogar zu Todesfällen führen.

 

Einige der wichtigsten Eckpunkte, die das Phänomen charakterisieren und von alltäglichen Handlungen abgrenzen:

 

  Mobbing ist eine Form von aggressiv schädigender, grenzverletzender Gewalt. Damit ist kein Interessenkonflikt, kein (fairer) Kampf, kein Spiel oder Ausprobieren von Grenzen gemeint. Denn das Ziel von Mobbing ist die Herstellung eines Kräfteungleichgewichts, um zu demütigen, erniedrigen, blosszustellen, zu schikanieren, auszugrenzen und zu verletzen.

  Mit Mobbing ist nicht ein einzelner Vorfall sondern ein systematisches Geschehen gemeint. Ausschlusshandlungen kommen dabei wiederholt und über längere Zeit vor und bilden ein charakteristisches Interaktionsmuster, welches durch bestimmte Rollenfestschreibungen entsteht.

  Mobbing ist ein soziales Phänomen, ein dysfunktionales Verhalten in Gruppen und nicht als individuelles Problem einer Person oder als ein Konflikt zwischen Mobbenden und Gemobbten zu verstehen.

  Einzelereignisse mit Ausschliessungscharakter weisen nicht automatisch auf Mobbing hin oder können für sich genommen auch ‘harmlos’ wirken, obwohl sie Ausdruck einer Mobbingdynamik sind.

  Mobbing stellt ein Ungleichgewicht von Macht her (mehrere gegen eine Person). Gemobbte können sich nicht wirksam wehren. Dies nicht zuletzt, da die Bedeutungsgebung von Situationen in den Händen der Mobbenden liegt, die Rolle ‘unbeteiligter’ Zuschauender das Geschehen duldet und Mobbing somit indirekt unterstützt.

  Oft findet Mobbing verdeckt, indirekt, manchmal aber auch direkt und konfrontativ statt. Im Internet ist beides möglich. Allerdings kann Cybermobbing und Cyberbullying weniger gut ausgewichen werden, da das Netz auch das private Leben umfasst.

  Mögliche Auslöser für Mobbing können zeitlich zurück liegende, ungelöste und schwelende Konflikte, eine destruktive, ungenügende Führungs-, Problemlöse- oder Fehlerkultur sein oder eine Vermeidungsstrategie darstellen, sich als Gruppe zu entwickeln, Konflikte zu lösen und sich mit Unterschieden auseinanderzusetzen. Obwohl Gemobbte dazu tendieren, bei sich selber Schuld und ‘Fehler’ zu suchen, begründen individuelle Eigenschaften Mobbing nicht, sondern werden als vorgeschobene ‘Gründe’ benutzt, welche Mobbing legitimieren sollen und in jedem Fall als willkürliche, austauschbare Vorwände zu werten sind.

  Damit sich Mobbing bilden kann, sind bestimmte Entstehensbedingungen notwendig. Allen voran eine Gruppensituation, der man schlecht oder gar nicht entfliehen kann (Gremium, Arbeitsteam, Schulklasse, Militärdienst u.ä.) sowie Gruppenmitglieder, die aggressionsbereit sind, solche, die ‘irgendwie’ mitmachen und solche, die zu- oder wegschauen und nichts unternehmen.

  In Mobbingsituationen besteht die Gefahr, dass Führungsverantwortliche unbewusst Teil der Dynamik werden, wenn sie z.B. ‘nachvollziehen’ können, dass jemand gemobbt wird und sich nicht konsequent klar darüber sind, dass kein ‘Grund’ zu Gewaltanwendungen wie Mobbing berechtigt.

  Mobbing eskaliert spiralartig. Die Beziehungen sind zunehmend von einer selbsterhaltenden Eigendynamik geprägt. Die Folgen sind für alle Beteiligten gravierend, da sie aus eigener Kraft kaum mehr aussteigen können. Daher erfordert die Auflösung einer Mobbingsituation sehr häufig die Intervention durch eine systemfremde Fachperson.

 

Siehe auch PRÄVENTION > MOBBING   mehr…